Prof. Theo Fischer

                                  

  • geb. am 14.10.1926 in Münster-Sarmsheim
  • verheiratet  mit Vera, geb.Dröschel (1950), Sohn Gerhard (1952).
  • Vor und während seiner Gymnasialzeit in Bingen – „Oberschule für Jungen“ erhielt  er eine umfassende musikalische Ausbildung durch den Vater, Kapellmeister und Musiklehrer Theodor Fischer sowie bei namhaften Lehrkräften. Auswahlschüler zum  „Musischen-Gymnasium“ Frankfurt/Main.

 

Musikalischer Bildungsweg:

  • 1941 Studium am „Peter-Cornelius-Konservatorium und Seminar für Musikerziehung“ in Mainz mit dem Abschluss der „Künstlerischen Reife“ und der „Musiklehrerprüfung“ der damaligen „Reichsmusikkammer
  • Anschließende Dienstverpflichtung (Praktikum) an die  „Jugend-Musikschule Koblenz“, dort bis zur Einberufung zum Kriegsdienst
  • Nach Internierung und Kriegsgefangenschaft (Italien): Fortsetzung des Musikstudiums in Mainz (Alfred Stauffer),  Frankfurt/Main (Kurt Thomas), Köln (Hermann Zitzmann) und Darmstadt (Gustav Lenzewski; außer den Instrumentalfächern (Violine, Klavier, Trompete) - Harmonielehre, Komposition, Musikwissenschaft, Schulmusik, Chor- und Orchesterleitung

 

Stationen:

  • Konzertmeister (Violine) „1.Symphonieorchester“ Frankfurt- Bad Nauheim
  • Violinsolist und Begleiter
  • Verlagslektor in Köln
  • Privatdozent
  • Freier Mitarbeiter verschiedener Rundfunkanstalten
  • 1962 bis 1987 „Fachlehrer für Musik“ am „Staatl. Stefan-George-Gymnasium Bingen“
  • Gastdirigent bei Theater- und Rundfunkorchestern
  • Freischaffender Komponist, Chordirigent, Kreischormeister und Privatdozent

 

Ehrenämter:

  • Sektionsvorsitzender des „Deutschen  Komponistenverbandes“ in den Ländern Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland
  • Mitglied des „Landesmusikrates Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland
  • Aufsichtsrat der „Urheberrechtsgesellschaft GEMA“ in Berlin und München

 

Auszeichnungen und Ernennungen:

(Auswahl)

  • 1947 „Künstl.Auszeichnung“ (Beaux Arts-Paris)
  • 1967 „Kompositionspreis“ Den Haag 
  • 1969 Professor
  • 1972 Musikdirektor
  • 1976 „Verdienstorden der BRD“
  • 1978 „Peter-Cornelius-Plakette“
  • 1988 „Madonna Verona“, Italien
  • 1989 „Ehrenbürger“ seiner Heimatgemeinde
  • 1996 „Men of the Year“, Cambridge/England; „Verdienstsiegel in Gold“, VG. Rhein-Nahe
  • 1997 „Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz"
  • 1999 „Ordre Euro-Europeen du Mérite Musical“ – Officier de l’Ordre;
  • 2001 „Literaturpreis 2000“ Vgg. der „Heimatfreunde am Mittelrhein“
  • 2001 „Plaquette d’Honneur de l’Union Grand-Duc-Adolphe“ Luxembourg

 

Umfangreiche Werke:

Angaben der Uraufführung (UA) oder Ursendung:

  • 1958 „Naheland-Kantate“ (Die Nahe),  UA: Bad Kreuznach, Südwestfunk 
  • 1967 „Über allem steht ein Licht“ Oratorische Szenen  UA:.Bürstadt / Hessen, HR Frankfurt
  • 1977 „Auf diesem Stern – Erde“ UA; Frankfurt
  • 1983 „Moselland-Kantate“  UA: Zeltingen/Mosel;  „Romantische Skizzen“ UA: Frankfurt, Hessischer Rundfunk
  • 1986 „Canzoni – ponti dei popoli“, UA:  Verona/Italien
  • 1987 „Stefan-George-Zyklus“im Rahmen des  „Stefan-George-Seminars“ /„German Literary Society of Chicago“ UA: Bingen/Rhein

Die Anzahl der Kompositionen und Bearbeitungen liegt bei bei mehr als 800 Titeln, die teils als Manuskripte oder  in In- und Ausländischen Musikverlagen erschienen sind.

 

Bedeutende Werkaufführungen außerhalb Deutschlands:

u.a. in Luxembourg, London, Rio de Janeiro, Prag, Wien, Zürich, Sydney, Verona, Den Haag, Innsbruck, Mailand, Rimini und Brasilia

 

Biographie und Fachliteratur; 

(Auswahl)

  • “International Who’s Who in Music and Musicans’ Directory“
  • „International Who’s Who of Intellectuals“
  • “Kürschners Deutscher Musik- Kalender”
  • P. L. Lehmann und R. Wolff: “Das Stefan- George- Seminar“ 1978 in Bingen”
  • Prof..J.Dean/W.Reitz/J.Schadt: “Skizzen einer Partnerschaft”
  • Dr. Steinschulte: “Der Komponist Prof. Theo Fischer“ (Gema News)
  • Prof. Dr. Hans Rectanus: „Musik als Vielfalt und Einheit“
  • E. Hinkel „Musik, die eine Heimat hat“
  • Thomas Sonntag: „Werkanalysen zum Stefan-George-Zyklus“
  • R. Walter: „Literaturpreis für den Komponisten Theo Fischer“
  • Dr. F. Baum „Heimatverbundener Komponist, Dirigent und Musikpädagoge“ 
  • „Komponisten der Gegenwart“ DKV Berlin

 

Deutsche Bibliotheken:

u. a. Akademie - Deutsches Komponistenarchiv  „Europäisches Zentrum der Künste Hellerau“, Dresden, „Silcher- Museum“, Weinstadt-Schnait, „Stefan-George- Gedenkstätte“, Bingen. 

 

Diskographie:

u.a.Tonarchiv des HR, SWR, RDS – Zürich, SDR. Radio Sydney. Freie Einzeltitel:LP, Tonband, MC, CD - mehr als 200 Einspielungen. 

 

Theo Fischers Wirken am Stefan-George-Gymnasiums aus der Sicht des Schulleiters:

Ausschnitt eines Beitragszu dem Werkverzeichnis „Der Komponist Theo Fischer – ein Künstler und sein Werk“ von OStD Dr. Robert Wolff, der anlässlich seines 50. Geburtstages (1976) erschienen ist:

„Seit 1962 gehört Theo Fischer dem Lehrkörper des SGG in Bingen an, wo er neue Aufgaben im Unterricht, Schulchor und Schulorchester findet. Die Schule hat einen einmalig glücklichen Griff getan. Dank seiner angeborenen Kunst der Menschenführung kann Theo Fischer auf allen Altersstufen für die Musik begeistern. Seine Unterrichtsgestaltung und seine Schulkonzerte werden nicht nur durch die Qualität des Gebotenen zum Erlebnis, sondern auch durch die liebevolle Hingabe des Pädagogen an seine Arbeit und seine Schüler, von denen der kleinste Sextaner ebenso gläubig an den Lippen des Dirigenten hängt wie sich der kritischste Oberprimaner anerkennend unter seiner Stabführung beugt. Kein Wunder, dass Fischer seit langem das Amt des Vertrauenslehrers versieht und dass sein Wirken über die Oberstufenarbeit hinausgreift in die Ausbildung der Studienreferendare. Theo Fischer ist kein Freund der lauten Töne, im Leben nicht und im Werke. So wie er selbst durch alle die Jahre bescheiden geblieben ist und nie auf sich selbst deutet, lässt er sein Werk nur durch sich selbst werben: und er hat Erfolg damit.“

Dr.Wolff schließt die Persönlichkeitsskizze mit Stefan Georges „Worte an  die Lebenden“

                                

                                     „ Ein Weiser ist wer beim getöse Vieler

                                     Im stillen farb und tongestäb kann führen….“

                                                  (Orthografie des Dichters)

 

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