'Manifest' in Frankreich präsentiert

 

Im Rahmen meiner Vortragstätigkeit an der ESEN (Hochschule für Erziehung und Wissenschaft in Poitiers /Frankreich) konnte ich bei einer Schulleiterfortbildungsveranstaltungdreimal das "Manifest" der Schüler Adrian Müller-Achenbach und Joshua Naumann vorstellen. Oberthema meines Vortrags war "Schulklima und Wohlbefinden" (Bien-être), ein Thema, das zur Zeit sehr lebhaft in Frankreich diskutiert wird. Insbesondere nach dem Anschlag auf "Charlie Hebdo" und den Unruhen in französischen Vorstädten fragt man sich, was Schule dazu beitragen kann, dass Jugendliche nicht mehr so massiv fehlgeleitet werden und die Integration insbesondere muslimischer Jugendlicher besser gelingt. Es ist auch in Frankreich unstrittig , dass die Beteiligung aller an der Schule beteiligten Gruppen unbedingt gefördert werden muss. Das "Manifest" schien mir hierfür ein sehr gutes Beispiel und fand bei den Zuhörern großes Interesse. Weitere Themen meines Vortrages waren das Schulleitbild, die Evaluation von Schulen (z.B.) durch die AQS, das Schulfach "Glück" in Baden-Württemberg und in Österreich sowie die Schularchitektur, alles Themen, bei denen die Beteiligung aller an Schule beteiligten Gruppen konstitutiv sein sollte. Ein besonderer Zufall war, dass einer meiner Vorträge zeitgleich mit der Vergabe des Landespreises an die beiden Autoren des Manifests stattfand. Die öffentliche Aufmerksamkeit, auch über die Grenzen hinweg, haben die beiden Schüler in jedem Fall verdient und ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Bundeswettbewerb.

 

Reiner Oschewsky (Ehemaliger Schulleiter am SGG)

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