Respekt

Florian Köhn

 

Respekt

 

Derzeit sind in Deutschland ca. 1,2 Millionen Menschen an Demenz erkrankt. Diese tückische  und nicht heilbare Krankheit beeinträchtigt nicht nur die motorischen und kognitiven Fähigkeiten, sondern verändert unter Umständen auch den Charakter von  Betroffenen. Die Krankheit frisst sich förmlich durch das Gehirn und entzieht das erworbene Wissen. Oft erkennen erkrankte Menschen nicht einmal mehr ihre eigenen Kinder oder enge Vertraute. Eine solche Situation ist für alle Beteiligten sehr schwer. Angehörige leiden förmlich mit und fühlen sich oft hilflos. In einer derart prekären Situation ist es wichtig, Unterstützung zu erfahren. Aus diesen Gründen hat sich vor  etwa 10 Jahren das ,,Netzwerk Demenz“ gegründet, um erkrankte Patienten ambulant zu betreuen. Ermöglicht wird dies durch ehrenamtliche Helfer, die durch eine Förderung des Kreises Mainz-Bingen ausgebildet werden und sich dann um Alzheimerpatienten kümmern. Die Helfer betreuen die Patienten weitestgehend zu Hause, um sie nicht aus ihrer gewohnten Umgebung zu reißen.  Demenz ist eine Krankheit, die durch den demografischen Wandel immer mehr in den Fokus rücken wird. Schätzungsweise werden im Jahre 2050 2,6 Millionen Menschen an Demenz erkrankt sein. Daher ist es sehr wichtig, sich mit dieser Krankheit intensiv auseinanderzusetzen und sie nicht totzuschweigen. Ich habe großen Respekt vor allen ehrenamtlichen Helfern, die sich der Herausforderung stellen, pflegebedürftige Menschen zu unterstützen. Derartige Projekte müssen auch in der Zukunft finanziert werden, da sie die gesamte Gesellschaft betreffen.

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