Ordnungen

Fahrtenordnung

Fahrtenordnung des Stefan-George-Gymnasiums für mehrtägige Schulfahrten

ab Schuljahr 2015/16

Allgemeine Vorgaben

  1. Für die Klassen- u. Kursfahrten des SGG gilt eine Fahrtenordnung (vgl. Hausordnung) mit schuleigenem Fahrtenprofil.
  2. Fahrtenprofil: Schulfahrten „fördern als wichtiger Bestandteil des schulischen Erziehungs- und Bildungsauftrags… das Zusammenleben und gegenseitige Verständnis aller am Schulleben Beteiligten …An Lernorten außerhalb der Schulen ermöglichen sie eine unmittelbare Anschauung und Auseinandersetzung mit unterrichtsrelevanten Themen“ (Verwaltungsvorschrift [zit.: VV] des Ministeriums für Bildung, Frauen und Jugend vom 2.10.2007, 9211-51 406/30, 1)
  3. Für die Durchführung sind die „Richtlinien für Schulfahrten“ (VV) verbindlich. Der Schwimmerlass ist zu beachten (VV vom 14.06.1999).
  4. Die pädagogischen, inhaltlichen und organisatorischen Vorgaben sollen diese Veranstaltungen pädagogisch sinnvoll, möglichst konfliktfrei und mit zumutbarer Belastung gestalten, negative Begleiterscheinungen weitgehend ausschließen. Es gelten die Bestimmungen der Schulordnung [ÜSchO] vom Januar 2014 (bes. Abschnitt 14 „Störung der Ordnung“).
  5. Insbesondere ist zu beachten:
    • 93 ÜSchO: Grundsätzliches Alkoholverbot
    • 93 ÜSchO und Hausordnung: Generelles Rauchverbot bis 18. Lebensjahr, Ausnahme für MSSSchüler/innen außerhalb der offiziellen und gemeinschaftlichen Programmpunkte.
    • Pädagogisch angemessene Unternehmungen ohne Aufsichtsperson nur in Kleingruppen mit schriftlichem Einverständnis der Erziehungsberechtigten (VV 4.3).
    • Veranstaltungen mit sportlichem Schwerpunkt (Wasserwanderfahrt, Segeln, Surfen etc.) bedürfen besonders qualifizierter Aufsichtsführender (VV 4.2; 12.2).
    • Weisungsrecht der Aufsichtspersonen auch gegen volljährige Schüler/innen (VV 4.5).
  6. Elektronikmedien sind während des offiziellen und gemeinschaftlichen Teils der Fahrt nur zu Zwecken der Dokumentation erlaubt. Außerhalb des offiziellen Teils ist es Aufgabe der Lehrkraft, über den Umfang der Verwendung von Elektronikmedien zu bestimmen
  7. Das Recht am Bild ist zu beachten, die datenschutzrechtlichen Bestimmungen bei Veröffentlichung der Aufnahmen dürfen nicht verletzt werden.
  8. Die Hausordnung der jeweiligen Unterkunft ist zu beachten.
  9. Das rückseitige Fahrtenkonzept gibt den Rahmen für die einzelnen Altersstufen vor.
    • Es ist je eine Klassenfahrt in der Klasse 5 (maximal 4 Tage) vorgesehen.
    • Fahrten in der 5. Klasse dienen primär dem Kennenlernen, der Entwicklung einer Klassengemeinschaft und sozialer Verantwortung.
    • Fahrten in der 8. Klasse dienen der Entwicklung der Klassengemeinschaft sowie der sozialen Verantwortung, [dem politischen oder sportlichen Lernen].
      Die Fahrtdauer beträgt maximal 5 Unterrichtstage, der Kostenrahmen zwischen 300 und 320,- €. Weitere mehrtägige, auch kürzere Exkursionen sind in der Regel nicht vorgesehen.
    • Sonstige, zusätzliche Fahrten wie fachliche Exkursionen, Meditationstage, Chor- /Orchesterprobenaufenthalte, Schüleraustausch etc. bedürfen als besonders zu begründende Maßnahme der Genehmigung
    • Der Fahrtenrahmen orientiert sich in der Zielsetzung, den Inhalten, dem zeitlichen Umfang, der Entfernung, dem Zielgebiet sowie den einzuhaltenden Kosten an der altersgemäßen Entwicklung.
    • Fahrten mit besonderem pädagogischen Konzept (z.B. outward bound) mit längerer Dauer (wie bei Sprachreisen) sind in der SI mit Zustimmung von Schulelternbeirat und Schulleitung möglich.
  1. Fahrten in der MSS finden als Fahrten im Stammkurs in Jahrgangsstufe 12 statt. (Für alle Schüler des Jahrgangs besteht die Gelegenheit zur Teilnahme, Kurse fahren als vollständige Lerngruppe, Terminüberschneidungen entfallen.) Die Jahrgangslehrer/-innen stimmen sich dazu zu Beginn der Jahrgangsstufe 11 ab.
    • Die Fahrten werden parallel als lehrplangebundene Fachexkursionen durchgeführt. Die Beachtung des Fahrtenprofils (Lehrplanbezug, Vor-/Nachbereitung, kein Städte-/sonstiger Tourismus, Verbindlichkeit der Teilnahme etc.) sind gerade in der MSS nachzuweisen.
    • Die Fahrtdauer beträgt maximal 5 Unterrichtstage, der Kostenrahmen zwischen 350 und 400,- €. Weitere mehrtägige, auch kürzere Exkursionen sind in der Regel nicht vorgesehen, eintägige Exkursionen bleiben davon unbetroffen.
    • Mehrtägige Proben- und Konzertfahrten sind hiervon ausgenommen. Die Regelung gilt für den kommenden MSS-Jahrgang (jetzt Kl.10, ab Schuljahr 2013/14).
  2. Als besonders zu begründende Ausnahmen können pädagogische Maßnahmen, auch jahrgangsübergreifend, wie Auschwitz-, Ruandafahrt, Unternehmungen mit speziellem persönlichem und sozialem Erfahrungswert (Sport etc.) genehmigt werden.
    • Aus den Gründen von Unterrichtsversäumnis, Unterrichtsausfall, Kostenbelastung u. organisatorischer Planung kann nur an einem Vorhaben pro Jahrgangsstufe teilgenommen werden (Ausnahme: Sprachenaustausch) – ein Anspruch auf Bewilligung eines Fahrtvorhabens bzw. einer Fahrtteilnahme besteht nicht
  3. Alle Fahrten werden vor- und nachbereitet (VV 1, Erstellen einer Fahrtendokumentation/Abschlusspräsentation, qualifizierter Nachweis).
  4. Die Reisekostenvergütung für die Aufsichtspersonen muss durch „ausreichende Mittel“ (Reisekostenzuschüsse des Landes) oder „die Finanzierung des Dienstgangs auf andere Weise sichergestellt“ sein (z. B. Freiplätze von Reiseveranstaltern) – VV 8.2.
  5. Reiseverträge erfolgen nach Genehmigung der Schulleitung und der „verbindlichen schriftlichen Erklä- rung“ der Erziehungsberechtigten bzw. der volljährigen Schüler/innen ausdrücklich im Namen des Landes. Vertragspartner ist das Land Rheinland-Pfalz, kostenpflichtig sind die Eltern bzw. die volljährigen Schü- ler/innen auch dann, „wenn die Fahrt aus krankheitsbedingten der sonstigen Gründen nicht angetreten werden kann“ (VV 9.2.).
    Auf dieses Risiko und die Möglichkeit, eine Reiserücktrittversicherung sowie eine Gruppenhaftpflichtversicherung aller an der Schulfahrt Beteiligten abzuschließen, wird ausdrücklich hingewiesen (vgl. VV 9.1 und 9.2).
  1. Auf einem Formblatt bestätigen Schüler/innen und Erziehungsberechtigte die Kenntnisnahme und das Einverständnis zu den Fahrtbedingungen und erklären ihre Teilnahme an der Fahrt. (inkl. Zustimmung für ein vorzeitiges Zurückschicken eines Schülers/einer Schülerin aus erzieherischen Gründen, vgl. § 97 u. 98 ÜSchO).
    • Dies entscheidet über die Teilnahme/Nichtteilnahme bzw. das Zustandekommen der Fahrt
    • Nichtteilnehmer/innen (nur begründet/attestiert) besuchen anderweitig den Unterricht (mit qualifizierten Anforderungen).
    • Teilnahmepflicht („Schule/Unterricht in anderer Form“), Freistellungen entfallen.
  2. Die Fahrtenordnung ist für alle Teilnehmer und Bewilligungsinstanzen verbindlich. Sie gilt ab dem Schuljahr 2015/16.

Stand: 09.07.2015

 (Eine PDF-Version ist auch verfügbar)

Fahrtendiagramm

Copyright